Scheibenwischer nachschneiden

09.11.2021

Mit speziellen Schneidemessern lässt sich die Lebensdauer von Wischerblättern verlängern. Und mit entsprechendem Geschick funktioniert es tatsächlich. Wir erklären, was zu beachten ist und geben Tipps, damit das Nachschneiden funktioniert.

Scheibenwischer verdrängen mit ihrer Gummikante das Wasser von der Scheibe und sorgen für freie Sicht. Doch im Lauf der Zeit – schlimmstenfalls nach wenigen Monaten – kann das Material witterungs- beziehungsweise qualitätsbedingt spröde werden. Dazu kommen Schmutz und Insektenreste auf der Scheibe, die Kanten beschädigen. Das Wischergebnis verschlechtert sich. Die Folge: Schlieren.

 

Was tun bei Schlieren auf der Scheibe?

Ist das Material bereits zu spröde oder hart, hilft nur ein Austausch der Wischerblätter. Zeigen diese jedoch noch keine altersbedingten Veränderungen, reicht es oftmals schon, die Kante durch Nachschneiden zu erneuern, um eine deutlich bessere Sicht zu erzielen. Dafür bieten verschiedene Hersteller für wenig Geld (unter 20 Euro) spezielle Nachschneidemesser an, die leicht anzuwenden, mehrfach verwendbar und für alle Scheibenwischertypen geeignet sein sollen.

 

 

Wie funktioniert der Nachschneider?

Alle angebotenen Nachschneidesystem arbeiten nach demselben Prinzip, sie variieren lediglich in der Ausstattung und im Zubehör. Die beiden gängigsten System sind von Wipeo und von Ecocut. Ein Schweibenwischer-Schneider ist im Prinzip ein Cutter in einem ergonomischen Gehäuse. Darin befindet sich eine Führungsschiene/Rille, in die der Wischergummi eingeführt wird, bis man einen Widerstand spürt. Zieht man nun das Werkzeug mit leichtem Druck gleichmäßig am Wischer entlang, schneidet eine scharfe Klinge einen dünnen Streifen der Gummilippe ab. Anschließend entfernt man mit einem feuchten Schwamm übrig gebliebene Schmutzpartikel. Der Wischer hat nun wieder seine ursprüngliche scharfkantige Form und sollte für schlierenfreie Scheiben sorgen.