Mehr Mut zum Reisverschlusssystem!

09.05.2017

Viele Feiertage im Mai und die daraus resultierende Reise-Wut haben uns wieder daran erinnert, wie schrecklich nervenaufreibend ein Stau sein kann. Als Ausgangspunkt für die Verkehrsmisere dienen dabei oft nur kleine Hindernisse, wie z.B. eine Verengung der Straße: Wenn aus zwei Spuren eine wird, wird’s ganz schnell zäh! Wie man sich hier richtig verhält?

Das Zauberwort heißt: Reißverschlusssystem

Ärgern Sie sich bitte nicht, wenn sich bei einer Straßenverengung Fahrzeuglenker nicht „hinten“ anstellen, sondern vordüsen und sich direkt bei der Verengung einordnen. Denn: So sieht es auch die *Straßenverkehrsordnung vor.

Die Angst fährt bei vielen Lenkern mit

Leider befürchten viele Lenker, dass sie an vorderer Stelle nicht mehr einfädeln dürfen, weil andere Autofahrer das als „Vodrängen“ interpretieren und ordnen sich darum viel zu früh ein. So entgehen sie zwar teilweise wüsten Beschimpfungen, wildem Aufblinken und dem „gegnerischen“ Verhindern des Spurwechsels, aber leider einem nicht: dem Stau!

Trauen Sie sich also ruhig vorzufahren – zum Vorteil aller Verkehrsteilnehmer. Denn Sie sind hier eindeutig im Recht!

Gute Fahrt wünscht Ihnen

ländleauto.at

 

*„Wenn auf Straßen mit mehr als einem Fahrstreifen für die betreffende Fahrtrichtung das durchgehende Befahren eines Fahrstreifens nicht möglich oder nicht zulässig ist oder ein Fahrstreifen endet, ist den am Weiterfahren gehinderten Fahrzeugen der Wechsel auf den zunächst gelegen verbleibenden Fahrstreifen in der Weise zu ermöglichen, dass diese Fahrzeuge jeweils im Wechsel einem auf dem durchgehenden Fahrstreifen fahrenden Fahrzeug nachfolgen können (Reißverschlusssystem).“

Österreich: § 11 Abs. 5 StVO